Hygiene für Interessierte



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Wie kann ich als Patient oder Angehöriger feststellen

ob eine Klinik hygienisch einwandtfrei arbeitet?



  • Beobachte Sie das Verhalten des Personals: Werden die Hände nach bzw. vor jedem Patienten ausreichend (d. h. min. 30 Sek.) desinfiziert! Da auch heute noch über 90% der in der Klinik weitergegebenen Infektionen durch die Hände des Personals verursacht werden, ist die hygienische Händedesinfektion das zentrale Instrument zur Vermeidung dieser Gefahr.


  • Trägt das Personal Ringe, Uhren oder Schmuck an der Hand oder Unterarm. Diese Teile behindern den Erfolg der hygienischen Händedesinfektion und können damit die Übertragung von Keimen begünstigen. Außerdem schreibt selbst die Berufsgenossenschaft (und das Robert Koch-Institut) den Verzicht auf diese Gegenstände vor!



  • Ist außerhalb des OP's Personal in OP-Kleidung unterwegs? Das ist ein Anzeichen einer mangelhaften Disziplin gegenüber den hygienischen Vorgaben. Wird das Mundschutz abgenommen oder hängt es auf die Kleidung herab? Dann wäre die Kleidung mit Keimen aus dem Mundschutz verschmutzt.



  •  Ist im Haus eine oder mehrere Hygienefachkräfte vorhanden: Nach den Vorgaben des Robert-Koch-Institutes müssen für je 300 Krankenhausbetten eine Hygienefachkraft vorhanden sein. Es gibt noch immer Häuser die sich diesen Vorgaben verschliessen oder diese nicht voll erfüllen. So sind dann auch keine ausreichenden Schulungen für das Personal oder Begehungen zur Aufdeckung von hygienerelevanten Schwachpunkten durchführbar.



  • Kann mir die Veröffentlichung von Statistiken bestimmter Medien (z. B. Focus, Spiegel ...) helfen ein "gutes Krankenhaus" herauszufinden: Das muss stark angezweifelt werden. Es ist immer nötig eine Satistik richtig zu "lesen". So können Zahlen bestimmter Keime keinen Rückschluss geben auf eine "gute" oder "schlechte" Hygiene einer Klinik. Da die Zahlen meist von den Häusern selbst ermittelt werden, kann eine Klinik mit "guten" Zahlen daher rühren , dass die Erhebung geschönt wird. Umgedreht kann bei einem Krankenhaus mit "schlechten" Werten, dies darin begründet sein, dass sehr viele Patienten versorgt werden die eine hohes Ausgangsrisiko für die Erkrankungen mit sich bringen (insbesonders chronisch Kranke wie Dialysepatienten, Mucoviszidose, Diabetes, Durchblutungsstörungen u. a.)




..... wird fortgesetzt!
Sie können gerne auch Fragen stellen, die dann beantwortet und bei allgemeinem Interesse hier eingestellt werden.



lokalanästhesie





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Matthias Traub
Im Dachlet 2
74078 Heilbronn

28.06.2010

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